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31
Mai

Liest das jetzt einer?

Geschrieben von: Andreas Schöneberg on 31. Mai 2011.

Kennen Sie das schlimmste Schicksal des Texters? Alle sagen: "Heute wird sowieso nicht mehr gelesen!" Das ist - das sagen wir gern scharf und direkt - absoluter Blödsinn. Natürlich hat keiner Lust, sich immer wieder überall gleichgeschaltete Werbetexte durchzulesen. Aber daraus auf eine allgemeine Lesefaulheit schließen? Haben Sie schon mal in Foren und in den Kommentaren einschlägiger Websites gestöbert? Dort wird geschrieben, dass die Server platzen. Und vor dem Schreiben steht? Richtig, das Lesen! Also muss die Frage lauten: Warum werden Texte mit "kommerziellem Hintergrund" nicht gelesen? Weil sie langweilig und stereotyp sind. Weil sie jede echte Emotion und Glaubhaftigkeit vermissen lassen. Nicht alle. Aber ziemlich viele.

Wie kommt es also dazu? Weil alle Textverantwortlichen die gleichen Seminare besucht haben? Darin steckt zumindest ein kleines Quäntchen Wahrheit. Vielleicht sogar ein größeres. Der schlimmste Feind guter Texte ist aber etwas anderes: das Abschreiben. Man schaut auf erfolgreiche (oder weniger erfolgreiche) Werbung oder Websites, liest sich ein paar der Direct Mailings durch, die einem täglich auf den Schreibtisch flattern, und dann ... nachmachen ... abschreiben ... Gehirn abschalten. Warum? Warum? Warum?

Natürlich können wir nicht überall so frech und frei kommunizieren, wie wir es auf dieser Website tun. Aber eins können wir: Ihnen zuhören und dann das herausfiltern, was wir für interessant halten. Und auch Sie werden uns einiges mit auf den Weg geben, was Sie für wichtig halten.

Unsere Aufgabe ist schlicht und (wenn auch nicht immer) einfach: Filtern, aufbereiten und eine Sprache finden, die zu Ihnen passt.

Wenn es dann immer noch keiner liest, können wir gemeinsam die allgemeine Leseunlust anprangern. Wir glauben aber, das lässt sich verhindern.

 

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